Photovoltaikanlagen Weitershaus GmbH

Pressemitteilungen

Rheinzeitung 26. September 2009

Mit Sonnenenergie die Zukunft gestalten

Schüler des Betzdorfer Gymnasiums lernen Theorie und Praxis über Solarzellen BETZDORF. Für warmes Duschwasser in der neuen Turnhalle des Betzdorfer Gymnasiums sorgt die Sonne, mit Holzhackschnitzeln wird das Schulgebäude geheizt, und Strom kommt seit weit über einem Jahr vom Dach der Schule. Fast 400 Quadratmeter Solarmodule wurden dort auf dem Hauptgebäude aufgestellt. Auf einer Anzeigentafel in der Pausenhalle des Gymnasiums können Schüler nun direkt verfolgen, wie viel Energie im Moment produziert wird, wie hoch die Tagesmenge ist und was über den gesamten Zeitraum bereits ins Stromnetz eingespeist wurde.

Mit Unterstützung von RWE, Kreissparkasse Altenkirchen und Solaranlagenbauer Stephan Weitershaus aus Elkhausen wurde die Anzeigentafel finanziert. Physiklehrer Dr. Sebastian Sinnecker wird nun mit seinen Schülern, so auch mit der Klasse 8 mn, die Daten auswerten. Daneben wird aber auch über alternative Energie diskutiert. Gestern bei der Vorstellung der Anzeigentafel waren sich vom Schulleiter Manfred Weber bis hin zu Hermann Roth (RWE), Horst Knautz (Geschäftsstellenleiter der Kreissparkasse Betzdorf) und natürlich Stephan Weitershaus alle einig, dass der Solarenergie die Zukunft gehört. Schulleiter Weber verdeutlichte, dass er in Sachen Energie mit Öl, Gas und auch Holz aufgewachsen sei. Doch Öl und Gas seien endlich.

Die heutigen Schüler werden es erleben, dass in Zukunft die Energie von der Sonne kommt. Vom Staat wünscht sich Weber noch mehr Anschubfinanzierungen, damit sich jeder Solarenergie leisten kann. Weitershaus prophezeit sogar, dass in wenigen Jahren auf fast allen Hausdächern Solarzellenmodule installiert sind. Was heute bereits mit Solarmodulen erreicht wird, das wurde mit Zahlen verdeutlicht. Gut 40 000 Kilowattstunden Strom erzeugten die Solarzellen auf dem Dach des Gymnasiums bisher. Das ist die Strommenge, die zehn Einfamilienhäuser im Jahr verbrauchen.

Im Kreis Altenkirchen, so listete Roth vom RWE auf, seien bereits 612 Anlagen installiert. 2008 hätten sie elektrische Energie ins Stromnetz gespeist, die für 1000 Einfamilienhäuser reiche.

Andreas Neuser 26.09.2009

24.03.2009 Sonnenenergie in Wallmenroth nutzen
Sonnenenergie in Wallmenroth nutzen SPD: Möglichkeiten für Fotovoltaik auf Dächern von Turnhalle und Kindergarten prüfen WALLMENROTH. Die Sonnenenergie soll in Wallmenroth genutzt werden. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat und ihr Ortsbürgermeisterkandidat Dietmar Ischdonat fordern in einem Antrag, dass überprüft wird, ob Fotovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Dächern möglich sind. Konkret stellen sich die Sozialdemokraten hier die Turnhalle und den Kindergarten vor. Fachmännischen Rat für seinen Antrag holte sich das Team um Ischdonat bei einem Treffen mit Bernd Becker und Technik-Fachmann Stephan Weitershaus. Sie betreiben mit fünf anderen Teilhabern eine Gesellschaft, die Flächen von Kommunen pachtet und auf ihnen Solarkraftwerke betreibt. Becker berichtete auch über seine kommunalpolitischen Bemühungen als SPD-Fraktionsvorsitzender im VG-Rat Gebhardshain und als energiepolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion. Die VG Gebhardshain biete seit 2004 und die Kreisverwaltung Altenkirchen seit 2006 öffentliche Dächer zur fotovoltaischen Nutzung an - ein Modell, das auch für Wallmenroth infrage kommen könnte. Auf der anderen Seite wäre es aber auch möglich, dass die Gemeinde mit den Fotovoltaikanlagen selbst Strom erzeuge. Gerade für die Turnhalle würde die Solaranlage Sinn machen, da hier auf absehbare Zeit ohnehin eine Sanierung anstehe. Und die Erfahrung habe gezeigt, so die SPD, dass die Finanzierung realistisch sei. Die Solarinitiative der SPD Wallmenroth fordert aber auch, dass die Ortsgemeinde Bauwillige und Gewerbetreibende aktiv über die Möglichkeiten der fotovoltaischen Technik informiert. Geprüft werden sollte auch, ob in der VG Betzdorf ansässige Banken und Sparkassen solche Solaranlagen durch günstige Kredite fördern könnten.
RZ Region Altenkirchen vom Mittwoch, 21. Mai 2008, Seite 28.

RZ Region Altenkirchen vom Mittwoch, 21. Mai 2008, Seite 28.

Eine Anzeigetafel (oben im Bild) gibt künftig an, wie viel Energie die neue Fotovoltaikanlage der Grundschule Hamm erzeugt. Über die Anlage freuen sich Bürgermeister Rainer Buttstedt, Schulleiter Jürgen Kessler, Anlagenbetreiber, Peter und Mike Bender, VG-Bauamtsleiter Knut Eitelberg und der Hersteller des Systems, Stephan Weitershaus (hinten, von links).
Foto: Peter Bongard
Grundschule zapft die Sonne an
Hamm:
Neue Fotovoltaikanlage eingeweiht - 400 Quadratmeter Dachfläche von Solarzellen bedeckt - Ideale Voraussetzungen. Die Verbandsgemeinde Hamm ist nach Ansicht ihres Bürgermeisters Rainer Buttstedt auf einem guten Weg, sich zu einem "Solarstandort" zu entwickeln. Zumal mit der Grundschule nun eine weitere Einrichtung auf die saubere Energie setzt. HAMM. Lichtblick für die Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Grundschule in Hamm: Auch ihr Dach ist seit einigen Wochen von Solarzellen bedeckt. Die 336 blau schimmernden Module sind Teil der neuen Fotovoltaikanlage, die gestern offiziell eingeweiht worden ist. Künftig soll die 47 Kilowatt starke Anlage 40 000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Zum Vergleich: Ein normaler Einfamilienhaushalt verbraucht im gleichen Zeitraum etwa 4000 Kilowattstunden. "Es könnte sogar sein, dass wir noch höhere Werte als die vorgesehenen erreichen. An der benachbarten IGS hat das ebenfalls geklappt", sagt der Erbauer der Anlage, Stephan Weitershaus. Auf der Integrierten Gesamtschule breiten sich die blauen Platten auf rund 1200 Quadratmetern aus. Insgesamt nehmen am Schulzentrum Hamm Kollektoren mit einer Gesamtfläche von 1600 Quadratmetern das Licht auf und erzeugen 150 000 Kilowatstunden pro Jahr. Der dadurch erzeugte Strom bleibt freilich nicht vor Ort, sondern wird in das Netz der RWE eingespeist. Die revanchiert sich ihrerseits bei den Betreibern der Anlage, der Immobiliengruppe Bender & Bender, mit 46,75 Cent pro Kilowattstunde. Und die Immobiliengruppe hat wiederum das Dach der Grundschule von der Verbandsgemeinde für 650 Euro pro Jahr gepachtet. Ein Geschäft, das sich also für alle Beteiligten lohnen könnte. Zumal das Schulzentrum gute Voraussetzungen für Fotovoltaikanlagen bietet, weiß VG-Bauamtsleiter Knut Eitelberg: "Die Dächer beider Schulen sind in einem vorbildlichen Zustand und genau in Richtung Süden ausgerichtet - also ideal für die Solarzellen." Die sind übrigens außerordentlich pflegeleicht: Die Module müssen nicht gesäubert werden, sondern sind mit einem speziellen Glas beschichtet, das sich mit jedem Regen selbst reinigt. Finessen, die freilich ihren Preis haben: Die Anlage kostet rund 190 000 Euro. "Aber das ist für Markenmodule immer noch günstig", betont Stephan Weitershaus. Und schließlich sollen auch die Grundschulkinder von der Anlage profitieren: "Einer unserer Schwerpunkte ist das Thema ,Energieersparnis', das wir derzeit im Unterricht behandeln", erklärt Schulleiter Jürgen Kessler. "Deshalb finde ich es auch für die Kinder toll, dass wir hier nun solch eine Anlage haben. Das ist Umweltschutz zum Anfassen."
Peter Bongard

RZ Region Altenkirchen vom Donnerstag, 11. Oktober 2007, Seite 14.

Die Verträge zur Verpachtung der Dachflächen an der IGS Hamm wurden jetzt unterzeichnet (von links): Anna Brägger und Stephan Weitershaus, Schulleiter Dietmar Schumacher, Landrat Michael Lieber und Hamms Bürgermeister Rainer Buttstedt. Foto: Helga Wienand

Vertrag zum Vorzeigeprojekt mit "Solarstrom" und IGS Hamm unterzeichnet HAMM. Seit einem Jahr liefert die Fotovoltaikanlage auf dem Dach der IGS Sonnenenergie - mit viel Erfolg. Der Vertrag zur Verpachtung des kommunalen Dachstuhls an private Investoren wurde jetzt auch offiziell unterzeichnet. Zuvor hatten sich Landrat Michael Lieber, Kreisbeigeordneter Günter Knautz, Bürgermeister Rainer Buttstedt und Schulleiter Dietmar Schumacher vor Ort über das Projekt informiert. Rund 550 Quadratmeter Dachfläche der IGS sind bereits mit der Fotovoltaikanlage bebaut. Weitere Dachflächen sollen noch folgen, wie Investor Stephan Weitershaus für die Firma "Solarstrom" aus Elkhausen mitteilte. Die Firma lieferte bereits 55 272 Kilowatt-peak (KWp), wie die Messstation dokumentiert. Der Kreisausschuss hatte im April 2006 beschlossen, Dachflächen der kreiseigenen Gebäude an private Investoren zu verpachten. In einem Dachflächenkataster sind diese Gebäude erfasst, nicht alle Liegenschaften des Kreises eignen sich für solche Anlagen. Das Dach der IGS hingegen erwies sich als sehr gut geeignet, und so wurde die erste Fotovoltaikanlage im Kreis auf der Basis einer Verpachtung errichtet. Das Schulgebäude gehört der Verbandsgemeinde Hamm, der Kreis ist Betreiber der Schule. Die Verpachtungserträge werden aufgeteilt: 75 Prozent erhält Hamm, 25 Prozent der Kreis. Die Anlage hat eine Gesamtleistung von 60,7 KWp. Der Pachtzins beträgt 11 Euro je KWp/Jahr. Rund 125 000 Euro investierte die Firma Solarstrom in die Anlage. Wer als Investor die weiteren Dachflächen an der IGS belegen wird, dazu wollte Weitershaus noch nichts mitteilen. Die Anlage aufbauen und installieren wird "Solarstrom". "Durch die Umwandlung von Sonnenlicht in Strom leistet der Kreis Altenkirchen einen kleinen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Zudem hat das für den Unternehmer und den Kreis auch wirtschaftliche Vorteile", erklärte Lieber. Ganz praktische Vorteile hat die Anlage für den naturwissenschaftlichen und technischen Unterricht an der Schule. "Mit einem Schaupaneel und weiteren Modulen ist interessanter Unterricht möglich", schilderte Schumacher. Die Verträge waren schnell unterzeichnet, und den ersten Scheck hatten die Firmenvertreter auch gleich mitgebracht. Wer weitere Informationen zu pachtbaren Dachflächen wünscht, kann sich an Eberhard Katreinitsch vom Bauamt der Kreisverwaltung (02681/812640) wenden. Helga Wienand

RZ Region Altenkirchen vom Montag, 7. Mai 2007.

Sonne lacht im Westerwald Elkenroth scheint reif für Solar-Bundesliga - Verbandsgemeinde Gebhardshain geht als Vorbild voran.

Die Solarenergie ist im Gebhardshainer Land auf dem Vormarsch. Inzwischen wird auch vom Dach der Elkenrother Schulturnhalle Strom geliefert. ELKENROTH. Viele Beobachter werden sich gefragt haben, was denn dort auf dem Dach der Elkenrother Schulturnhalle los ist. Große Kartons werden mit einem Hubwagen auf das Dach gehoben und ihr Inhalt von emsigen Männern gewissenhaft montiert, bis glänzende Solarmodule ein über 370 Quadratmeter großes Sonnenkraftwerk von etwa 42 kW Spitzenleistung bilden. Wie von den Betreibern, einer eigens gegründeten Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) mit dem sinnigen Namen "Sonnendächer im Westerwald", in Erfahrung gebracht wurde, ist die Anlage mittlerweile ordnungsgemäß verkabelt und speist im erwarteten Maße Strom in das Netz des RWE ein. "Wir wollten einfach zeigen, dass es funktioniert", meint Bernd Becker aus Fensdorf mit glänzenden Augen. "Und zwar in mehrfacher Hinsicht", fügt er hinzu und erklärt, was er damit meint: Zum Ersten gehe es darum, zu zeigen, dass auch die Sonne im Westerwald ausreicht, um ihr Licht in Strom umzuwandeln. Wichtig sei aber auch die Bereitschaft der Verbandsgemeinde Gebhardhain, öffentliche Dachflächen für private Investoren im Pachtwege zur Verfügung zu stellen. "Das hat Vorbildcharakter für alle anderen", meint auch Mitgesellschafter und Sonnenpionier Stephan Weitershaus aus Elkhausen. Reiner Rühmann aus Weitefeld und Friedrich Hagemann aus Birken-Honigsessen heben die unkomplizierte Gründung der Sonnendächer-GbR hervor. In einer zweistündigen Sitzung hätten die insgesamt sieben Gesellschafter alle wesentlichen Fragen geklärt und den Gesellschaftervertrag auf die Beine gestellt. Werner Bürckel aus Gebhardshain ist sehr zufrieden mit der Kreissparkasse, über die die Investition von annähernd 200 000 Euro finanziert worden sei. Das von der KSK (und ebenso von der Westerwald Bank) aufgelegte Solarkreditprogramm sei attraktiv und flexibel. Kompetenz und Freundlichkeit des Personals könne man nur loben. Peter Kölzer und Bernd Mockenhaupt aus Gebhardshain zeigen sich bei der Montage der Anlage vor allem angetan von der einfachen und doch perfekten Montagetechnik. Als Sprecher der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat von Gebhardshain freut sich Bernd Becker besonders, dass das Anliegen seiner Fraktion, die Sonnenenergie stärker zu nutzen, in der VG Gebhardshain Gehör gefunden habe. Nachdem entschieden worden sei, dass die VG selbst keine weiteren Anlagen bauen wolle, habe sich der Bau- und Umweltausschuss für eine Verpachtung ausgesprochen. Dank guter Kooperation mit der Verwaltung habe die erste Anlage auf dem Turnhallendach dann sehr schnell verwirklicht werden können. "Dafür gebührt allen Beteiligten Dank, allen voran Bürgermeister Konrad Schwan", meint Becker und hofft, dass die Gebhardshainer Verfahrensweise auch beispielgebend für den Kreis sein kann und Interesse bei Betreibern weckt. Weitershaus weist darauf hin, dass - zusammen mit den bereits bestehenden Anlagen - die Gemeinde Elkenroth gute Chancen auf einen der vorderen Plätze in der Solar-Bundesliga habe. Die Sonnengesellen wollen demnächst, wenn auch die Anlage zur Fernabfrage der Produktionsdaten fertig gestellt ist, zu einer kleinen, aber feinen Informationsveranstaltung für alle Solar-Interessierten einladen. (ch)

RZ Region Altenkirchen vom Dienstag, 16. August 2005

"Mittelstand oder Konzerne"

Negative Äußerungen über Windkraft sieht dieser Leser als allgemeine Störmanöver gegen erneuerbare Energien. Seit etwas mehr als einem Jahr wird verstärkt von Großkonzernen und Energieversorgern Lobbyarbeit gegen erneuerbare Energien gemacht. Von Branchen, die von Subventionen in gigantischen Höhen gelebt haben und leben, wird gegen Subventionen für erneuerbare Energie gewettert. Hintergrund ist, dass die erneuerbaren einen respektablen Anteil erreicht haben und jetzt die Weichen gestellt werden müssen für oder gegen neue Großkraftwerke, für Mittelstand oder Konzerne. Letztere investieren viel Geld und Zeit in ihre "Informationspolitik", und sie ist angekommen an den Stammtischen. Plötzlich wird der Unsinn über die Regelprobleme, Energierücklaufzeiten etc. als Wahrheit verkauft. Wenn in Millionen von Haushalten zu fast gleichen Zeiten das Mittagessen gekocht wird, entsteht ein weitaus größerer Regelbedarf. Energierücklaufzeit einer Windkraftanlage ist nur ein Jahr, Großkraftwerke brauchen erheblich länger. Erneuerbare Energie ist teuer - stimmt nicht. Die konventionelle ist teuer, lediglich lassen wir sie von nachfolgenden Generationen mitbezahlen, denen wir zudem die Resourcen verschleudern. Wer so weiter machen will, tut öffentlich kund, dass er entweder nur an sich denkt oder nicht in der Lage ist, weiter als ein paar Jahre zu denken. Geschichtlich gesehen ist diese Art und Weise Energie zu verschleudern nicht alt und trotzdem schon fast am Ende.

Stephan Weitershaus, Elkhausen

RZ Region Altenkirchen vom Dienstag, 16. Dezember 2003

Die Südlage macht alles möglich Im Gewerbegebiet an B 414 in Altenkirchen entstand die größte Photovoltaikanlage des Kreises - RZ-Artikel war der Auslöser Neuer Rekord in Sachen Photovoltaik.

Im Gewerbegebiet an der B 414 bei Altenkirchen entstand jetzt die derzeit größte Photovoltaikanlage im Kreis mit knapp 27 kWp. ALTENKIRCHEN. Dorothee Hermes-Malmedie ist ein bisschen skeptisch angesichts der Höhe, auf die ein Korb sie hoch hieven soll. Aber schließlich soll sie die neue Anlage ja auch einmal von Nahem begutachten. Also wagt sie mit Schwung den Weg hinein und lässt sich mit Stephan Weitershaus einige Meter hoch auf das Dach der neuen Halle heben. Hier im Gewerbegebiet an der B 414 ist inzwischen die größte Photovoltaikanlage im Kreis Altenkirchen entstanden. Weitershaus erklärt der Bauherrin die Technik. Neueste Module aus Japan sind zum Einsatz gekommen, dazu hochmoderne Wechselrichter deutschen Fabrikats. Wenn auch die Anlage im gesamten rund 27 kWp Leistung bringt, so handelt es sich doch um vier einzelne Einheiten - Dorothee Malmedies, die ihres Mannes, der Schwester und der Mutter. Aufmerksam wurde die Unternehmerin auf die umweltfreundliche Technik durch einen Artikel in der Rhein-Zeitung. Vergangenes Jahr berichteten wir über die damals größte Photovoltaikanlage in Schürdt. Malmedie nahm Kontakt mit Stephan Weitershaus aus Elkhausen auf, der inzwischen jede Menge Erfahrung mit dem Bau solcher Anlagen und den Förderungsmodalitäten hat. "Die Neigung hätte eigentlich steiler sein müssen", erzählt Dorothee Malmedie, aber die reine Südausrichtung der Fläche und ihre Größe machten das Ganze dann trotzdem interessant. Zwei-Schicht-Betrieb Ab Februar bezieht die Firma Otto Hermes die Halle, die im übrigen auch von einer Festbrennstoffheizung beheizt wird. Der neue Standort löst den bisherigen in der Siegener Straße ab. Im Industriegebiet wird der ehemalige Entsorgungsbetrieb eine freie Lkw-Nutzfahrzeug-Werkstatt für Fahrzeuge ab 2,8 Tonnen betreiben. Im Zwei-Schicht- Betrieb sollen Wartung und Reparatur auch während der Standzeiten von Lkw möglich sein. Neu am neuen Standort: moderner Bremsenprüfstand, Achsspieltester und Waschhalle. Zum Repertoire gehören Abgasuntersuchung, Hauptuntersuchung, Fahrtenschreiber-Prüfung und Reparaturen aller Art.

Christa Theis

RZ Region Altenkirchen vom Dienstag, 21. Januar 2003

"Wie weit denken wir?"

Fotovoltaikanlagen unsinnig; RZ-Leserbrief von Heiko Schröder In dem Leserbrief heißt es, Fotovoltaikanlagen seien unsinnig. Statt dessen wird eine Optimierung von Kohlekraftwerken gefordert. Dem widerspreche ich! Seit wann leben Menschen auf dieser Erde, wie lange können sie noch auf dieser Erde leben, wie lange hat die Kohle gebraucht, um uns als Heizstoff zu dienen, wie lange hat die Menschheit noch Kohle? Müssen wir uns heute Gedanken machen um die künftigen Generationen oder denken wir nur an uns und die nächsten zwei Generationen? Möglichst billig über die Runden kommen und die Urenkel sind uns schon Fremde! Kohle und andere Energien sind endlich - was dann? Wenn sich die Ansicht des Leserbriefschreibers weiter durchsetzt, werden die Menschen des 20. Jahrhunderts als die größten Dummköpfe der Menschheitsgeschichte in die Annalen eingehen. Fakt ist, dass in den letzten hundert Jahren Ressourcen von tausenden Jahren vernichtet wurden und Müll für Zehntausende von Jahren hinterlassen wird. Wie weit denken wir? Wir leben am Beginn des Solarzeitalters und wir haben keine Alternative! Entweder die Menschheit schafft es, begreift es, oder nicht. Wir haben in unserem Wohlstand die Verpflichtung, die Möglichkeiten zu schaffen, das Überleben zu sichern. Fotovoltaik braucht keinen Platz, entgegen den Ausführungen keine Gifte (Silizium ist in Sand und das häufigste Element in der Erdkruste) und hat kein Entsorgungsproblem.

Stephan Weitershaus, Katzwinkel